Wiedereröffnung der Rahmedetalbrücke
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Wiedereröffnung der Rahmedetalbrücke

Aufatmen in einer der stärksten Wirtschaftsregionen Deutschlands

2026 20 Aufrufe Siegen-Wittgenstein
Wiedereröffnung der Rahmedetalbrücke

Die neue A45-Rahmedetalbrücke wird am Montag, 22. Dezember, feierlich eröffnet. Nach einer Bauzeit im bundesweit außergewöhnlichen Rekordtempo steht nur rund vier Jahre nach der überraschenden Sperrung der maroden Vorgängerbrücke wieder ein leistungsfähiges Bauwerk zur Verfügung. Für die Menschen und Unternehmen in Südwestfalen bedeutet dies vor allem eines: Aufatmen nach einer langen Zeit massiver Einschränkungen. Zur Eröffnung setzt die Region mit einem eigens gestalteten „Geht doch“-Lkw ein bewusstes Zeichen.

Der Neubau zählt zu den schnellsten und komplexesten Infrastrukturprojekten dieser Größenordnung in Deutschland. Planung, Abriss und Neubau wurden in ungewöhnlich kurzer Zeit realisiert – ermöglicht durch die enge Zusammenarbeit von Behörden, Ingenieurinnen und Ingenieuren, Bauunternehmen sowie politischen Entscheidungsträgern. Südwestfalen sieht darin den Beweis, dass große Infrastrukturprojekte gelingen können, wenn Prozesse effizient gestaltet und Entscheidungen konsequent umgesetzt werden.

Die Sperrung der Autobahnbrücke bei Lüdenscheid im Jahr 2021 hatte gravierende Folgen für Südwestfalen als industriestärkste Region Nordrhein-Westfalens. Rund 40 Prozent der regionalen Wertschöpfung entstehen im produzierenden Gewerbe, zahlreiche Weltmarktführer und globale Zulieferer sind auf funktionierende Verkehrswege angewiesen. Umleitungen, verlängerte Fahrzeiten, gestörte Lieferketten und erhebliche Mehrkosten prägten über vier Jahre hinweg den Alltag von Unternehmen, Beschäftigten und Anwohnern. Ortschaften litten unter starkem Ausweichverkehr, die überregionale Erreichbarkeit der Region war massiv eingeschränkt. Der wirtschaftliche Schaden belief sich auf mehr als eine Million Euro täglich.

Mit der Wiedereröffnung endet diese Phase. Die Region ist wieder vollständig verbunden: Menschen, Arbeitswege, Unternehmen, Märkte und Wertschöpfungsketten können sich wieder frei bewegen.

Zur Brückenfreigabe fährt ein Lkw mit der Aufschrift „GEHT DOCH.“ über das neue Bauwerk. Der Ausdruck steht für die Mentalität Südwestfalens: pragmatisch, beharrlich und lösungsorientiert. Auf der Heckseite des Fahrzeugs heißt es augenzwinkernd „Brückenwind für Deutschland“.

Getragen wird die Aktion von zentralen Akteuren der Region, darunter die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer, Strassen.NRW, die IHK Arnsberg, die IG Metall Märkischer Kreis, regionale Arbeitgeberverbände, die Stadt Lüdenscheid sowie die Phänomenta. Unter Führung der Südwestfalen Agentur GmbH wird ein gemeinsames Signal weit über die Region hinaus gesendet.

„Die Region hat unter der Brückensperrung erheblich gelitten“, sagt Thomas Grosche, Aufsichtsratsvorsitzender der Südwestfalen Agentur GmbH. „Dass die Freigabe nun früher als geplant erfolgt, zeigt: Geht doch. Das sollte Vorbild für weitere dringend notwendige Infrastrukturprojekte sein.“

Die Wiedereröffnung markiert einen Wendepunkt für Mobilität, wirtschaftliche Stabilität und Zukunftsfähigkeit. Pendlerinnen und Pendler können wieder verlässlich planen, Unternehmen profitieren von stabilen Lieferketten, und die Nord-Süd-Verbindung ist wiederhergestellt. Für Südwestfalen beginnt eine neue Phase – nach vier Jahren Stillstand kann die Region endlich wieder durchatmen. Oder, wie man hier sagt: Geht doch.

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