Das Top-Magazin präsentiert in seinen Räumlichkeiten gegenüber vom Krönchen die Kunstwerke von Julia Eckardt. Ein Bild von Julia Eckardt kann zwanzig Schichten haben - oder drei.
Ohne festgelegte Komposition beginnt sie mit Farbe, Collage und Materialien wie Beton, Gips oder Asche. Im weiteren Prozess wird Neues hinzugefügt, bereits gemaltes wieder überdeckt oder reduziert.
Oft liegen Tage oder Wochen zwischen einzelnen Arbeitsschritten. Mit dem Abstand verändert sich der Blick auf das Bild und damit die Entscheidung, was bleiben darf, was verschwinden und was neu hinzukommen soll.
In den aktuell gezeigten Arbeiten öffnet sich dieser malerische Prozess in einen weiteren Assoziationsraum: die Astronomie.
Red Shift, Solar Wind, Penumbra sowie Parallax tragen Titel, die von Bewegung, Licht, Entfernung und Wahrnehmung erzählen.
Dabei geht es nicht um die Darstellung kosmischer Phänomene. Vielmehr benennen die astronomischen Begriffe etwas, das auch innerhalb der Bilder geschieht: Ebenen verschieben sich, Spuren tauchen auf und verschwinden, Flächen überlagern und durchdringen einander. Je nach Abstand und Blickwinkel verändert sich, was hervortritt.
Die Arbeiten geben nicht alles auf den ersten Blick preis. Sie laden dazu ein, näher zu kommen, Abstand zu nehmen - und in ihren Schichten immer wieder etwas anderes zu entdecken.
Wer sich nun für die tollen Kunstwerke interessiert, ist herzlich eingeladen: Am Samstag, 17. Oktober, von 11 bis 14 Uhr findet in der Media-Lounge, Markt 47-49, eine Vernissage statt.
Julia Eckardt: Malerei zwischen Schichtung und Reduktion
2026
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Siegen-Wittgenstein
Bildergalerie
Foto: Henrica Gehrmann
Foto: Henrica Gehrmann