KulturPur34: Das Festivalprogramm ist komplett

KulturPur34: Das Festivalprogramm ist komplett

Schwedischer Höhenflug, himmlische Stimmen und kernige Töne

2026 52 Aufrufe Siegen-Wittgenstein
KulturPur34: Das Festivalprogramm ist komplett

Siegen/Hilchenbach-Lützel. Wenn sich getanzte Akrobatik und Sinfonik, Stadionrock und Pop-Poesie, Heavy Metal und Harmoniegesang auf der Ginsberger Heide begegnen, dann ist KulturPur-Zeit: Zwischen Rothaarsteig und weißer Zelttheaterstadt treffen in diesem Jahr Cirkus Cirkör (21.5.), die Philharmonie Südwestfalen (22.5.), Ennio (22.5.), Rauhbein (23.5.), Doro (23.5.), No Angels (24.5.), Rainbirds (24.5.), Aaron (25.5.) und Fury in the Slaughterhouse (25.5.) aufeinander und verwandeln Höhenmeter in Herzklopfen und Waldrand in Weltbühne. Wo sonst Wanderer unterwegs sind, entstehen Klangräume, in denen sich Generationen, Stile und Geschichten begegnen – laut und leise, international und nahbar.
Den Auftakt markiert das schwedische Ensemble Cirkus Cirkör (21.5.), seit Jahren ein Synonym für zeitgenössische Zirkuskunst. In ihrem Stück Knitting Peace verbinden sie Akrobatik, Tanz, Musik und Theater zu einem emotionalen Bühnenerlebnis. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe von Menschen, die aus unterschiedlichen Perspektiven ein gemeinsames Miteinander sucht. Während sie sich gegenseitig stützen und herausfordern, entsteht aus Seilen, Körpern und Bewegung ein fragiles Geflecht. In der besonderen Architektur des Großen Theaterzeltes entfaltet diese Inszenierung durch die Nähe zum Publikum eine besondere Wirkung.
Ein fester Bestandteil von KulturPur ist das Konzert der Philharmonie Südwestfalen (22.5.). Das Landesorchester Nordrhein-Westfalen steht seit Jahren für exklusive Festivalproduktionen jenseits des klassischen Konzertformats. In diesem Jahr präsentiert das Orchester unter der Leitung von Evan-Alexis Christ gemeinsam mit Sopranistin Jeannette Wernecke das Programm Milestones. Filmhelden wie James Bond treffen dabei auf Wagners Walküren, Der Barbier von Sevilla begegnet Pop-Ikonen wie Taylor Swift und Michael Jackson, und Edvard Griegs Peer-Gynt-Suite verschmilzt mit den Klangwelten von Queen. So verbindet der Abend sinfonische Klangkultur mit überraschenden musikalischen Begegnungen.
Late Night ist mit Ennio (22.5.) einer der spannendsten Vertreter der jungen deutschen Popgeneration zu Gast auf dem Giller. Seine Songs bewegen sich zwischen moderner Popästhetik, emotionaler Direktheit und persönlichen Themen wie Selbstzweifel, Nähe und Identität. Mit seiner aktuellen Single Haifischbecken setzt er ein Statement gegen die Schattenseiten der Musikindustrie und für mehr Eigenständigkeit und Kreativität. In der Kulisse der Zelttheaterstadt entsteht so ein bewusst intimes Konzerterlebnis.
Tags darauf tritt mit Rauhbein (23.5.) eine Band auf, die deutschsprachigen Folk-Rock mit starkem irischem Einfluss verbindet. Ihre Songs erzählen von Neuanfang, Lebensmut sowie den Höhen und Tiefen des Lebens. Geprägt von Jahren in Irland kombiniert die Band energiegeladene Gitarren und treibende Drums mit melancholischen Elementen wie Akkordeon und Streichern. Klanglich erinnert Rauhbein an eine Mischung aus Flogging Molly und Beatsteaks – mit unverwechselbarem Sound.
Garantiert laut wird es anschließend, wenn Doro (23.5.) das Viermastzelt zum Beben bringt. Die Metal-Queen prägt das internationale Rock- und Metalgeschehen seit Jahrzehnten. 1986 stand sie als erste Frau beim legendären Monsters of Rock in Donington auf der Bühne – neben Bands wie Scorpions, Bon Jovi, Motörhead, Def Leppard und Ozzy Osbourne. In den folgenden Jahren tourte sie mit Judas Priest, Dio und Megadeth und veröffentlichte Meilensteine wie Triumph and Agony. Mehr als zehn Millionen verkaufte Tonträger und über 3.500 Shows in 60 Ländern unterstreichen ihre außergewöhnliche Karriere.
Female fronted startet auch der Sonntag: Mit den No Angels (24.5.) kehrt eine der erfolgreichsten deutschen Popgruppen zurück. Kaum ein anderes Projekt steht so sehr für die Popkultur der frühen 2000er Jahre. Nach dem Erfolg ihrer Still In Love With You – Summer 2025-Tour knüpfen sie 2026 unter anderem bei KulturPur an ausverkaufte Konzerte an. Mit Klassikern wie Daylight In Your Eyes, There Must Be An Angel und Something About Us begeistern sie auch nach 25 Jahren mit Authentizität, musikalischer Qualität und starkem Zusammenhalt.
Eine besondere Rolle im Programm spielen die Rainbirds (24.5.). Die Band gehört zu den prägenden Stimmen des deutschen Pop und Indie der späten achtziger und neunziger Jahre. Ihre Songs verbinden eingängige Melodien mit einer poetischen Grundhaltung. Katharina Franck und ihre Rainbirds schufen 1986 mit Blueprint einen Song, der bis heute als Blaupause für anspruchsvolle Popmusik gilt.
Einen ruhigeren, emotionalen Gegenpol bildet Aaron (25.5.). Der Singer-Songwriter steht für moderne Popballaden, reduzierte Arrangements und eine Stimme, die Nähe zulässt. Sein Sound reicht von akustischen Klängen über sinnliche Gitarren bis zu poppigen Beats. Mit seiner Debütsingle wo bin ich feierte er große Erfolge.
Den Schlussakkord der 34. KulturPur-Ausgabe setzen Fury in the Slaughterhouse (25.5.). Kaum eine deutsche Rockband ist so eng mit Generationen von Musikfans verbunden wie die Hannoveraner Formation. Songs wie Every Generation Got Its Own Disease oder Radio Orchid stehen seit Jahrzehnten für das Lebensgefühl einer ganzen Epoche. So verspricht der Abschlussabend ein intensives Live-Erlebnis zwischen vertrauten Hymnen und neuen Impulsen.

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Foto: Ben Wolf

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Foto: oerg steinmetz.com

Jonas Raum

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Foto: Olaf Gebert

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Foto: Frank Dursthoff

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Foto: Joana Magalhaes

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Foto: Moritz Ziegler

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