Unvergessliche Reisen 2026

Unvergessliche Reisen 2026

Der Trend geht zu Nachhaltigkeit und Individualität

2026 10 Aufrufe Siegen-Wittgenstein
Unvergessliche Reisen 2026

Reisebüros erleben in letzter Zeit eine echte Renaissance. Nachdem vor einigen Jahren immer mehr Menschen dazu übergingen, selbst im Internet nach Flügen, Hotels und Pauschalreisen zu suchen, hat sich inzwischen die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Profis hier einfach besser sind. Während der Laie vorab schon viele Stunden mit Preisvergleichen auf unterschiedlichen Portalen verbringt, im Netz an Stornobedingungen scheitert oder dann, bei einem Problem im Ausland, an Warteschleifen hängt, haben die Kunden von Reisebüros Sicherheit und Betreuung garantiert. Bei den Preisen gibt es kaum Unterschiede im Vergleich mit Selbstbuchern. Die Experten sind bestens vernetzt und bekommen besonders gute Konditionen.

 

Gefragte Ziele und echte Geheimtipps der kommenden Saison

Bei großen Reiseanbietern ist Griechenland ungebrochen im Trend. Inseln wie Kreta, Rhodos und Korfu haben ihren Zauber bis heute nicht verloren. So richtig entdeckten wir Deutschen die Faszination für antike Kultur, die Vielfalt der Landschaften und das mediterrane Lebensgefühl schon in den 1950er Jahren, als der Tourismus dort richtig Fahrt aufnahm. Dicht dahinter liegt immer noch Spanien, besonders Mallorca. Daran hat sich trotz einiger regionaler Proteste der Einheimischen bisher nicht viel geändert. Ägypten, Türkei, Bulgarien und Tunesien punkten mit kleinen Preisen. Immerhin ein Viertel der Deutschen plant fürs kommende Jahr Fernreisen nach Asien oder Afrika. Weniger bekannt, aber zunehmend gefragt sind aktuell die Kapverden. Diese Inselkette im Westen Afrikas ist nur rund sechs Flugstunden von Deutschland entfernt, touristisch noch nicht so überlaufen und gerade im Winter wegen seines milden Klimas beliebt. Rund 1.500 Kilometer südlich der Kanaren gelegen, lockt die Inselrepublik mit ihrer vielfältigen Natur. Vom entspannten Strandurlaub am Meer über Wandertouren durch die Berge, bis hin zu sportlichen Aktivitäten wie tauchen oder surfen – auf den Kapverden herrschen dafür gerade zwischen Oktober und Juli dank der Passatwinde gute Bedingungen. Selbst im kühlsten Monat, dem Januar, herrschen hier Durchschnittswerte von 24 Grad. Geht es um Städtetrips, gerät Bukarest in den Fokus. Die Stadt begeistert mit ihrem Kontrast aus Belle Èpoque-Architektur und kreativen Szenevierteln. Stylisch, offen und modern ist der alternative Stadtteil Lipscani. Gerade bei jungen Leuten kommt die Atmosphäre hier gut an. Auch Städte wie Ljubljana, Porto oder Bristol etablieren sich zunehmend als spannende Alternativen zu Zielen wie Paris, Rom oder Barcelona. 

Personalisierte Erlebnisreisen orientieren sich an den eigenen Interessen

Schon vor der eigenen Haustür können wir wahrnehmen, dass Urlaub heutzutage viel mehr umfasst als nur „Hinfahren – entspannen – heimfahren“. Menschen möchten etwas Einzigartiges erleben. Überall gibt es kreative Angebote. Vielleicht können wir bald im Siegerland Zumba-Kurse auf Bergwiesen erleben oder mit Gymnastikübungen kombinierte Wanderungen in Kirchhundem, wo fließende Bewegungen mit Panoramablicken verschmelzen? Fernab locken Bali-Yoga-Camps mit Hatha-Serien (strukturierte Yoga-Übungen) am Strand oder Provence-Mal-Reisen, bei denen die Gäste, inspiriert von Künstlern, selbst Lavendelfelder malen. Meditationstrips nach Nepal bieten Vipassana in Klöstern an, hier entschleunigt man mit uralten buddhistischen Meditationstechniken. So eine Reise kann kombiniert werden mit Trekking zum Everest Base Camp. Geführte Gruppen machen es leicht: Yoga in Indien mit Ernährungs-Coaches oder Malworkshops in Griechenland mit lokalen Meistern. Reisen werden stärker um Leidenschaften herum gebaut – Festivals, Sportevents, Kulinarik, Kreativ-Workshops oder spezielle Hobbys spielen schon bei der ersten Beratung im Reisebüro eine wichtige Rolle. 

Foto: © Soloviova Liudmyla – stock.adobe.com

 

Nachhaltiger Tourismus beinhaltet eine Stärkung der Destination

Wenn einheimische Guides Touristengruppen führen, bleibt der Erlös im Land, anstatt den Profit großer Konzerne zu vermehren. Für den Gast ist der direkte Kontakt mit den Bewohnern seines Urlaubslandes eine Bereicherung, weil er so wirklich dort ankommt und nicht nur zwischen Hotelpool, Strand und Büffet unterwegs ist. Man kann Sri Lanka mit einem Tuktuk erkunden, mit einer E-Harley über den Pacific Coast Highway in den USA cruisen, in Japan bei Sommelier-Guides echte Sake-Brauerein erkunden oder in Italien auf Wein-Wegen nach Trüffeln suchen. Auch Länder wie Marokko setzen zunehmend auf nachhaltige Unterkünfte wie Öko-Lodges oder renovierte Riads. Dabei werden umweltfreundliche Technologien mit regionalen Materialien kombiniert und lokale Beschäftigung wird gefördert. Der Schienenverkehr in Marokko wurde ausgebaut, seit Anfang 2024 fahren 90 Prozent der elektrischen Züge des nationalen Bahnbetreibers mit erneuerbaren Energien. 

 

Wer Reisen verschenkt, verschenkt auch gemeinsame Erlebnisse!

Statt etwas zu überreichen, das man in Geschenkpapier wickeln kann, entschließen sich immer mehr Menschen dazu, eine Reise mit ihren Liebsten zu planen. Das gilt auch für Unternehmen, die in Zeiten des Fachkräftemangels besonders freundlich zu ihren Angestellten sein müssen. Immer häufiger kommt es vor, dass ein Chef seine Wertschätzung gegenüber der Belegschaft mit einem Urlaub zum Ausdruck bringt. „Der All-inclusive-Chef“ titelte die Boulevardpresse im Sommer 2025 und berichtete von einem Handwerker aus Sachsen-Anhalt, der seinen Angestellten mitsamt Angehörigen eine fünftägige Reise in die Türkei spendierte. Seine 30 Beschäftigten waren glücklich und er hält die etwa 36.000 Euro für den gesamten Trip immer noch für eine gute Investition. „Ich wollte den Jungs einfach mal Danke sagen“, wird er zitiert. Und auch Familien schätzen von Experten geplante Aufenthalte. Anlässe wie eine Silberhochzeit oder auch alljährliche Familientreffen treiben die Menschen in die Reisebüros. Wo kann Oma barrierefrei spazieren gehen, der Onkel nachmittags eine Runde Golf spielen, die Nichten und Neffen zwischen Cart-Bahn und Wellnessbereich entspannen und wo ist gleichzeitig auch für Kinder-Unterhaltung gesorgt? Ziele können durch geschickte Planung passend für alle gemacht werden. Abseits von zuhause und ohne die normalen Alltagsverpflichtungen ist plötzlich Zeit dafür, die Großeltern von ihrer Kindheit erzählen zu lassen oder, umgekehrt, ihnen einen Einblick in die Lebenswelt der „Gen Z“ zu geben. Das sind Urlaube, über die man noch Jahre später sagt „Gut, dass wir das damals zusammen gemacht haben.“

Foto: © CandyRetriever – stock.adobe.com

 

Fazit: Auch wenn „alles teurer wird“ – Auf Urlaub möchten wir nicht verzichten

Anlässlich der Tourismusmesse CMT im vergangenen Jahr gab es aktuelle Analysen zum Reiseverhalten der Deutschen. Bei einem Ranking darüber, wo wir Geld ausgeben, landeten Reisen auf Platz zwei, direkt hinter Lebensmitteln. Wie die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) herausfand, wollen die meisten Deutschen 2026 sogar gleich mehrfach in den Urlaub fahren. Während der in Pandemiezeiten aufgekommene Trend zu Camping – oder auch das etwas luxuriösere „Glamping“ langsam stagniert, sind Reisen im Einklang mit – und auch direkt in die möglichst unberührte – Natur beliebt. Und, befeuert durch Survival-Shows im Fernsehen wie „7 vs Wild“ oder „Arctic Warrior“ boomen Erlebnisreisen. Allen Urlaubsformen, egal ob sie uns an die eigenen Grenzen bringen oder uns nur wieder erden und entspannen, ist aber gemeinsam: Geplant vom Reisebüro wird aus unseren Träumen ein reales, unvergessliches Erlebnis. 

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