Im Süden des Siegerlands, im sogenannten „Dreiländereck“, liegt die Gemeinde Neunkirchen und überzeugt als starker Wirtschaftsstandort im Grünen. Mit einem Waldanteil von 70 Prozent, zahlreichen Sport- und Freizeitmöglichkeiten, international aufgestellten Wirtschaftsunternehmen und einer starken Infrastruktur bietet Neunkirchen seinen fast 13.000 Einwohnern einen schönen Ort zum Leben.
Die sechs Ortschaften Wiederstein, Salchendorf, Zeppenfeld, Struthütten, Altenseelbach und Neunkirchen bilden die Gemeinde. Eingebettet in die Natur im sogenannten „Freien Grund“ im Tal der Heller zählt Neunkirchen zu den besonders naturnahen Orten der Region. Damals noch unter dem Namen „Nunkirchen“ wurde Neunkirchen 1288 erstmals urkundlich erwähnt.
Natürlich spielte auch hier einst der Bergbau eine große Rolle. Im 19.Jahrhundert waren zahlreiche Gruben in Neunkirchen in Betrieb. Am Pfannenberg lag die tiefste Eisenerzgrube Europas – die „Pfannenberger Einigkeit“.
Heute präsentiert sich die Gemeinde mit international aufgestellten Unternehmen der Metall- und Kunststoffverarbeitung, der Softwarebranche sowie in Handwerk, Handel und Dienstleister. Das Stadtbild: Fachwerkhäuser, Heimatstuben und historische Gebäude prägen die Gemeinde Neunkirchen und erinnern an die traditionelle Baukultur des Siegerlandes.
Einen attraktiven Ort für alle Generationen bietet die neue „Ortsmitte“ der Gemeinde.
Im Mai wurde der neue Ortskern feierlich eröffnet. Im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes wurde die Ortsmitte neugestaltet. Mit dem Abriss älterer Gebäude und der Neugestaltung des Rathausquartiers entstand das neue Zentrum mit Wohn- und Geschäftshäusern. Die Kombination aus Stadtplatz, Einkaufszentrum und Wohnen bietet den Einwohnern Neunkirchens und natürlich auch den Besuchern einen neuen zentralen Treffpunkt in der Gemeinde.
Zahlen & Fakten zu Neunkirchen
Einwohnerzahl: ca. 12.628 Einwohner (Stand: Dezember 2025)
Fläche: 39,8 km²
Bevölkerungsdichte: 319 Einwohner pro km²
Stadtgliederung: sechs Ortsteile: Altenseelbach, Struthütten, Wiederstein, Zeppenfeld, Salchendorf und Neunkirchen
Gründung: 1048 ist der „Freie Grund“ erstmals schriftlich erwähnt. Im August 1288 wurde die Gemeinde als „Nunkirchen“ das erste Mal urkundlich erwähnt.
Höhenlage: durchschnittliche Höhe 346 Meter & höchster Berg: Hohenseelbachskopf mit 517 Metern
Partnerstädte: Pausa im Vogtlandkreis und Gainsborough in England
Besonderheit: Industriegemeinde im Grünen & die Lage im sogenannten „Dreiländereck“

Museum des Freien Grundes
Das Heimatmuseum in Altenseelbach zeigt über 3000 Exponate aus den Themenbereichen: Alltag & Wohnen, Handwerk, Bergbau und Land- & Haubergswirtschaft. Die Besichtigungen finden ganzjährlich nach Vereinbarung statt.
Pfannenbergturm
Das bekannte Wahrzeichen des Siegerländer-Bergbaus steht auf dem rund 500 Meter hohen Pfannenberg an der Grenze zwischen Salchendorf (Neunkirchen) und Eiserfeld und bietet einen tollen Rundblick über das Siegerland, den Westerwald und die Mittelgebirgslandschaft. Einst diente der etwa 20 Meter hohe Förderturm der Eisenerzgrube „Pfannenberger Einigkeit“. Um auf die Aussichtsplattform zu gelangen, muss der Besucher 104 Stufen hinauf. Der Pfannenbergturm ist ganzjährlich frei zugänglich. Das ursprüngliche Fördergerüst liegt direkt am Salchendorfer Bergmannspfad und am Rundwanderweg „Ansichten & Aussichten“. So lässt sich die Besichtigung mit einer Wanderung verbinden.

Schwimmbad „Freier Grund“
Was in einer Gemeinde auch nicht fehlen darf, ist ein Schwimmbad. In dem Familienbad „Freier Grund“ gibt es für Alt und Jung viel zu entdecken. Ein Kleinkind- und Babybecken, Nichtschwimmerbecken, Riesen- und Steilrutsche und die Walfischgrotte sorgen für maximalen Badespaß im Hallenbad. Im Freibad vergnügen die Besucher sich in einem Springerbecken, einem Nichtschwimmerbecken mit Rutsche und Spielinsel und einem Außenplanschbecken mit Eltern-Kind-Bereich. Ein besonders Augenmerk wurde bei der Gestaltung des Schwimmbades auf die behindertengerechte Gestaltung gelegt.

Luisenpfad
Der familienfreundliche Natur- und Erlebnisweg mit einer Strecke von rund 3 Kilometern führt von dem Wanderparkplatz Wiederstein hinauf zum Baumschulgarten. Die Gehzeit beträgt etwa 50 bis 60 Minuten. Entlang des Weges gibt es viel zu entdecken: eine Holzorgel, einen Klangtrichter, ein Kletterseil, Fühlstationen, Fernrohr und einen Barfußpfad. Der Luisenpfad ist nur eingeschränkt für Familien mit Kinderwagen befahrbar und nicht barrierefrei. Wer während des Erlebnisspaziergangs eine kurze Pause braucht, kann es sich auf dem Waldsofa bequem machen.

Silbersee
Der See liegt in einer sehr ruhigen und naturbelassenen Umgebung – im Naturschutzgebiet Mahlscheid. Baden und Grillen ist nicht erlaubt. Der See entstand durch Landschaftsveränderungen. Durch den starken Basaltabbau im 19./20. Jahrhundert resultierte ein großer Steinbruchkrater, der sich mit Wasser füllte.
Bei einer Wanderung rund um den Hohenseelbachskopf sollte der Silbersee auf der Route nicht fehlen.

Aktivpark Rassberg
Das moderne Bewegungs- und Freizeitzentrum für alle Altersgruppen wurde in vier Bauabschnitten in den vergangenen Jahren fertiggestellt. Auf dem ehemaligen Rasensportplatz im Umfeld des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums und der Kopernikus-Grundschule erstreckt sich der attraktive Treffpunkt mit Sitzmöglichkeiten, einem Spielplatz und einem Fitness-Parcours mit Trainingsgeräten. Ein weiteres Highlight ist die Bike-Anlage mit einer 120 Meter langen Abfahrt mit Hindernissen.

Ortsmitte
Nach rund drei Jahren Bauzeit feierten die Einwohner Neunkirchens im Mai die offizielle Eröffnung der neuen Ortsmitte rund um das Rathaus. Der neue zentrale Ort der Begegnung umfasst einen neu gestalteten Rathausplatz mit Aufenthalts- und Veranstaltungsmöglichkeiten sowie fünf Wohn- und Geschäftsgebäuden. Das neue Quartier mit Einzelhandel, Gastronomie, Spiel- und Sitzbereichen lädt zum Verweilen ein.

Neunkirchener Wanderweg „Ansichten & Aussichten“
Mit einer Länge von etwa 37 bis 39 Kilometern (je nach Streckenführung) und einer Gehzeit von etwa 10 bis 11 Stunden ist der Wanderweg eher für geübte Wanderer geeignet. Der Wanderweg führt seit 2010 links und rechts des Rothaarsteigs entlang.
Ganz nach dem Motto: „Kunst trifft Natur“ – führt der Weg durch alle Ortschaften von Neunkirchen und verbindet die schöne Landschaft mit Kunstwerken im Freien. 24 Kunststationen mit Gemälden und Werken regionaler Künstler machen den Wanderweg zu einem besonderen Wandererlebnis.

(Foto: Jürgen Uhr)
Schaubergwerk Wodanstolln
Er ist einer der bedeutendsten Bergbau-Denkmäler im Siegerland. Angelegt wurde der Stollen bereits 1732 und diente bis Anfang des 20. Jahrhunderts dem Eisenerzabbau. Der Wodanstolln verband früher die Gruben Heidenberg und Rennseifen. Darüber hinaus wurde er 1925 bis 1974 zur Trinkwasserversorgung genutzt. Als Luftschutzbunker diente er während des Zweiten Weltkriegs. In den 1990er-Jahren baute der Heimatverein Salchendorf den Stollen zum Schaubergwerk aus. Heute vermittelt er seinen Besuchern einen authentischen Eindruck vom historischen Bergbau der Region. Die Gesamtlänge des Stollens befasst etwa 1,5 Kilometer, davon sind rund 600 Meter im Rahmen von Führungen begehbar.
